Feigheit als Schweigen: Wenn das Schweigen laut ist
Feigheit ist selten ein dröhnender Schrei. Sie ist das leise Schweigen, das in den Raum füllt, wenn jemand Unrecht tut und niemand protestiert. In diesem Moment wird das eigene Gewissen zur Beute der Angst.
Wir fürchten Konsequenzen, soziale Ausgrenzung, Konflikte. Doch genau diese fürchterliche Ruhe kostet uns etwas: die Fähigkeit, für das zu stehen, was wir glauben. Jedes Mal, wenn wir schweigen, gewinnen diejenigen, die laut sprechen.
Mut ist nicht das Fehlen von Angst. Er ist das Handeln trotz ihrer. Das Schweigen zu durchbrechen, ein kleines Wort zu setzen – das ist der Anfang vom Ende der Feigheit.